Von Madonna bis Lady Gaga: Die heißesten Showgirls im Pop-Business

Ob bestimmte Kleidungsstücke oder -stile noch erotisch oder schon anzüglich wirken, hängt vom Kontext ab, in dem ihre Darbietung durch diverse Showgirls erfolgt. So lag das Entsetzen, das Madonnas Präsentation von „Like A Virgin“ hervorrief, weniger an dem dafür gewählten Brautkleid, sondern an den Gesten und Accessoires, die ihre Auftritte begleiteten.

Die Sängerin erhob das Bild der „Sünderin“ kurzerhand zu einer neuen Lebenseinstellung und wirkte damit stilbildend auf eine ganze Generation. Weil in puncto Erfolg und Provokation jedoch nichts lähmender ist als Stillstand, erfand Madonna sich von nun an immer wieder neu; jedem Album folgte ein eigener Look mit jeweils anderen Reizthemen. Mit ihren Outfits und Gesten bereitete sie aber nicht nur sich selbst eine Bühne, sondern ebnete auch anderen Showgirls den provokant-erotischen Weg.

Von brav zu sexy

Ihre fast genauso bekannte und erfolgreiche, aber bis dato eher brave Kollegin Kylie Minogue zeigte sich ab den 1990-er Jahren zunehmend erotischer. Damit gelang es ihr, das anhaftende Teenie-Star-Image abzustreifen und sich neue Fankreise zu erschließen. Unter dem Namen „Angel K“ avancierte sie mit einigen neu abgemischten Hits zu einer Ikone unter den Showgirls im Pop Business. Nach einer kreativen Pause gelang ihr mit dem Album „Light Years“ im Jahr 2000 ein sensationelles Comeback, das von aufsehenerregenden, sinnlich-erotischen Videos und Bühnenshows begleitet bzw. begünstigt wurde.

Nun erkannten auch andere das offene Geheimnis von „Sex Sells“ für gewinnbringende Vermarktungs-Strategien. Nachdem sie mit ihrer Band „Destiny’s Child“ bereits einige Erfolge feiern konnte, begab sich Sängerin Beyoncé 2002 in freizügige(re)n Kleidern auf Alleingang. Auch Rihanna ging durch ihre Verwandlung vom R´n´B-Good Girl zum leicht bekleideten Bad Girl mit dem gleichnamigen Album aus dem Jahr 2007 einen sehr erfolgreichen neuen Weg und gewährte dabei nicht nur in ihre Sangeskunst tiefe Einblicke.

Kaum ein Jahr danach erreichte die noch mögliche Provokation einen vorläufigen Höhepunkt: 2008 betrat das Kunstprodukt Lady Gaga die Bühnen der Welt und machte ihren Namen zum Programm. Sie zelebrierte nicht nur noch noch ausgefallenere Outfits, Frisuren, Posen und Lebenseinstellungen, sondern schloss mit ihrem Bekenntnis zur Vorbildwirkung von Madonna auch den Kreis, den jene vor mehr als 30 Jahren unter den Showgirls zu ziehen begonnen hatte.